Private Küche einmal anders betrachtet ...

Wer gerne kocht, kann viel erzählen. Da geht es Köchen beiderlei Geschlechts und jeden Alters nicht viel anders als Seeleuten, Jägern und anderen Abenteuerlustigen. Im Laufe eines langen Hobby- oder Berufskochlebens passieren allerlei lustige Pannen oder auch andere Missgeschicke, hingegen sich allerdings auch herausragende Erfolgserlebnisse bewirken lassen.

Zu aller Zeit und durch alle Jahrhunderte wird über das Kochen viel geschrieben. Meist sehr professionelle Texte nebst solchen Rezepten, weil vor allem, seit es das Internet gibt, sich dazu so viel wie noch nie austauschen läßt. Manchmal hege ich den leisen Verdacht, dass Vieles aber auch nur aus kommerziellen Gründen in einschlägigen Portalen oder Foren einerseits belobt als auch andererseits schlecht gemacht wird, obwohl es deutlich keinen Werbecharakter ausstrahlt. Das soll alles vorkommen, flüster die virtuelle Welt reichlich und nicht immer leise.

So fehlt mir also jegliches Bedürfnis, es anderen gleich zu tun. Ich meine, es gibt viel zu wenig, außer Präsenz und Professionalität Ausstrahlendes, das davon erzählt, welcher emotionalen Beteiligung guter Küche Künstler, Berufs- wie Hobbyköche fähig sind, seien sie klein oder groß, bekannt oder nicht. Dazu gehört schon etwas mehr als nur das gekonnte Einstellen von Rezepten, Kochvorschriften und weiterer sachlicher Details.

 

So soll heute einmal der Versuch stattfinden, Küche und Kochen neu erleben zu lassen. Eventuell hege ich dabei die leise Hoffnung, außer gestandenen Küchenkünstlern auch ein paar junge Leute mehr damit zu erreichen, als in heutiger Zeit gewöhnt sind, sich mit der Zubereitung kulinarischer Ereignisse ihres Alltags noch selbst zu beschäftigen.

 

In meiner eigenen Kinderzeit strengte sich meine Mutter recht früh an, mir bewußt zu machen, dass ich kochen und backen lernen müsste. Da ihre Küche stets einen beliebten Raum in unserem Hause darstellte, den nicht nur wir Kinder gern aufsuchten, brachte ich also auch das entsprechende Interesse frühzeitig dafür auf. Bei Mutter gab es stets Leckereien, die natürlich einen unbeliebten Effekt bewirkten:

 

Viel Gutes macht immer reichlich dick.

 

Besonders in der Vorweihnachtszeit trat ich also stets von selbst in unserer Küche an und schaute gern in alle Töpfe und Schüsseln. Meine Mutter begann jedes Jahr schon vor dem Nikolaustag, Stollen und Pfefferkuchen zu backen. Diese Backwerke mussten nach Herstellung immer etwas lagern, ehe wir sie ihres würzig durchzogenen Geschmacks wegen zu den Festtagen gern vernaschten.

 

Mutter begann stets mit den Christstollen. Dabei folgte sie in jedem Jahr einem unserer Familie seit den alten Zeiten unserer Urgroßmutter bekannten und traditionell von Generation zu Generation weitergegebenem Rezept.

 

Da unsere Landhausküche noch die Einrichtung von anno dazumal ausmachte, stand mitten im Küchenraum ein großer Tisch mit einem ausziehbaren Untertisch, in welchem zwei große Emaille-Schüsseln einhingen. Darüber legte sie stets ein sehr großes Kuchenbrett aus Holz, an dem sich gut arbeiten ließ, z.B. um Teigmengen auszurollen.

 

Stollenteig ist Hefeteig, der eine besondere Behandlung braucht. Mutter begann also die Stollenbäckerei jedes Mal mit einem verbalen Concerto über die richtige Behandlung von Hefeteig, die unbedingt in einer nicht zugbelüften Küche stattfinden musste, dazu Wärme am Herd und etwas für den Teig. Zu viel Wärme aber, sagte sie, nähme dem Teig das „Leben“. Aha!

 

Ich lernte schnell, mir Zutaten und andere Details der Rezeptvorschriften zu merken. Das artete für mich in Gedächtnistraining aus, welches mir Freude bereitete. Schon seit meinem vierten Lebensjahr, damals noch auf Zehenspitzen, hob ich mich bis zur Höhe der großen Schüsseln empor und zählte meiner Mutter die Zutaten in den Teig.

 

Meine Augen folgten dann stets ihren Handgriffen beim Anrichten von Frischhefe. Diese, zerbröselt in lauwarme Milch mit wenig Zucker gegeben, musste nach gutem Verrühren einige Zeit am warmen Herd stehenbleiben, um ein erstes Mal aufzugehen.

 

 

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